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Beitrag verschiedener Weltregionen zur Erderwärmung durch klimaschädliche Gase (Quelle: NASA) - Klick auf die Karte vergrößert

Feinstaub und Gesundheit

Einatmen von Feinstaub ist ungesund. Dies ist nicht nur dann der Fall, wenn sich an der Oberfläche von Stäuben gefährliche Stoffe wie Schwermetalle oder Krebs erzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) anlagern. Auch die Staubpartikel selbst stellen ein Gesundheitsrisiko dar: Je kleiner die Staubpartikel sind, desto größer ist das Risiko zu erkranken. Kleine Partikel dringen nämlich tiefer in die Atemwege ein als größere. Dadurch gelangen sie in Bereiche, von wo sie beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden werden. Sie sind deshalb besonders gesundheitsschädlich. Nicht nur kurzzeitig erhöhte Konzentrationen führen zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen, gerade längerfristig vorliegende, geringere Konzentrationen wirken gesundheitsschädigend. Die Feinstaubbelastung sollte also so gering wie möglich sein. (Quelle: Umweltbundesamt)

Mit der 22. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz vom 11. September 2002 sind die seit dem 1.1.2005 europaweit geltenden Grenzwerte für Feinstaub (PM10) in deutsches Recht übernommen worden. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit legt die Verordnung folgende Grenzwerte fest:

  • Der PM10-Jahesmittelwert darf 40 µg/m³ (Mikrogramm PM10 pro Kubikmeter Luft) nicht überschreiten.
  • Der PM10-Tagesmittelwert darf 50 µg/m³ nicht öfter als an 35 Tagen im Kalenderjahr überschreiten.

 

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Tage, an denen der Feinstaub-Grenzwert im Jahr 2013 an den einzelnen Meßstationen überschritten wurde. (Quelle: Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie) Zeitraum : 01.01.2013 ? 31.12.2013 Grenzwertsatz: PM10?Tagesmittel 50 ?g/m³ 

Feinstaubwerte in Hessen steigen

Smog über der Bankenmetropole

Die Feinstaubbelastung im Frühjahr 2014 war besonders hoch: Teilweise wurde der offizielle Grenzwert schon in den ersten drei Monaten des Jahres so oft überschritten wie insgesamt 2013. Rekordhalter ist Kassel: 19 Grenzwertüberschreitungen im Tagesmittelwert, auch in Gießen und Wetzlar gab es an mehr als zehn Tagen in diesem Jahr Grenzwertüberschreitungen. Dies berichtet das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden hervor.